Anna Netrebko

Anna Netrebko

Anna Netrebko wurde am 18. September 1971 in Krasnodar in Südrussland (damals UDSSR) als Anna Jurjewna Netrebko geboren (Sternzeichen: Jungfrau).

Karriere

Die Tochter eines Geologen studierte Gesang am Rimski-Korsakow-Konservatorium in Sankt Petersburg. 1993 gewann sie den Glinka-Gesangswettbewerb in Moskau und wurde in der Folge an das Mariinski-Theater in Sankt Petersburg engagiert. Dort debütierte die 1994 als Susanna in Mozarts „Le nozze di Figaro“. Gastspiele mit diesem Ensemble im folgenden Jahr markierten den Beginn ihrer internationalen Karriere mit Auftritten in New York und Wien.

Ihren endgültigen Durchbruch feierte Anna Netrebko 2002 als Donna Anna in Mozarts „Don Giovanni“ unter Nikolaus Harnoncourt bei den Salzburger Festspielen, wo sie schon seit 1998 regelmäßig zu sehen war. In der Folge sah man sie weltweit auf allen großen Opernbühne und sie wurde als die neue Callas in den Himmel gehoben.

Es kam zu viel beachteteten Auftritten mit Tenor Rolando Villazon. Darunter eine vom Fernsehen übertragene Aufführung der „La Traviata“ bei den Salzburger Festspielen. In der Folge entwickelte sich – nicht zuletzt durch ihre Bühnenpräsenz und ihres Charismas – ein regelrechter Kult um die Sängerin. Die Aufregung erinnerte an die Hysterie um Popstars und zog auch negative Kritik nach sich, obwohl die Diva immer nur klassische Musik gesungen hat.

Anläßlich der Fußball-Weltmeisterschaft gab sie im Juli 2006 in Berlin ein weltweit übertragenes Konzert mit Plácido Domingo und Rolando Villazón, das als das bislang meistgesehene Klassikkonzert der Welt gilt.

2007 musste sie wegen Stimmbandproblemen ihre Auftritte bei den Salzburger Festspielen kurzfristig absagen. Das löste eine Diskussion über die „Belastbarkeit von Opernstars“ aus. Wenig später konnte Anna Netrebko ihre stimmliche Qualität bei der Last Night of the Proms in der Londoner Royal Albert Hall wieder unter Beweis stellen.

Die Sängerin, welche die ihre ersten 20 Jahre ihrer Karriere mit den dramatischen Sopranrollen der großen italienischen Opernkomponisten und Mozart verbrachte, plant auch sich mit Wagner auseinandersetzen zu wollen.




Privatleben

Anna Netrebko hatte bekanntermassen Beziehungen mit dem Bariton Simone Alberghini und von 2007 bis 2013 mit dem uruguayischen Bassbariton Erwin Schrott, mit dem sie den gemeinsamen Sohn Tiago hat.

Kritiker behaupten, dass ihre Stimme nach der Geburt wärmer, reicher und samtiger geworden sei. Anna Netrebko selbst sagte in einem Interviw, dass sie sich erst seit diesem Moment vollkommen fühle.

Ende 2013 wurde bekannt, dass Tiago an einer schwachen Form von Autismus leidet, die aber heilbar sei.

Netrebko Verlobung
Facebook-Verlobungs-Ankündigung
Bild © Andreas Knoth

Viel diskutiert wurde im Zusammenhang mit ihrer Liason mit Schrott ihre Gewichtszunahme, die allerdings der Stimme in keiner Weise geschadet hat. Die Trennung begründete Netrebko mit den langen Trennungszeiten wegen ihrer beider beruflicher Engagements.

Im Juli 2014 gab Netrebko auf ihrer Facebook-Seite bekannt, dass sie sich mit dem aserbaidschanischen Tenor Yusif Eyvazov verlobt habe, den sie wenige Monate zuvor bei Proben zu „Manon Lescaut“ in Rom kennengelernt hatte. Am 29. Dezember 2015 heirateten die beiden in Wien.

Anna Netrebo lebt in St. Petersburg, Wien und New York. Seit 2006 besitzt sie auch die österreichische Staatsbürgerschaft.

Im September 2020 erkrankte Anna Netrebko an Covid-19 und in der Folge an einer Lungenentzündung. Die Behandlung erfolgte in einem Moskauer Spital. Nach einer Woche konnte sie wieder entlassen werden.

 

Opernstar Anna Netrebko singt Lehár

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