Sean Connery

Sean Connery

Sean Connery wurde am 25. August 1930 in Edinburgh in Schottland geboren und starb am 31. Oktober 2020 in Nassau auf den Bahamas.

Jugend

Der Sohn eines Fabrikarbeiters und einer Putzfrau wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. Sean Connery ging früh von der Schule ab, um sich mit Hilfsarbeiten über Wasser zu halten. Die Royal Navy, ein Kurs zum Erlernen des Möbelpolierens und zahlreiche weitere Gelegenheitsjobs begleiten ihn ebenso wie das Bodybuilding in seinen frühen Jahren. Immerhin brachte er es zum dritten Platz beim Mister Universum Wettstreit in London, was ihm sein erstes Schauspiel-Engagement einbrachte.

Karriere

James Bond

Nach vielen unbedeutenden Rollen zwischen 1954 und 1962 kam es zu seinem absoluten Durchbruch, als ihm, dem ziemlich unbekannten 32-Jährigen, die Rolle im ersten James Bond Film „James Bond jagt Dr. No“ übertragen wurde. Der überwältigende Erfolg machte ihn über Nacht zum Weltstar.

Nach insgesamt 6 höchst erfolgreichen Filmen der Serie stieg er aus, weil er sich als Schauspieler nicht genug gefordert sah und ihm die Dreharbeiten zu lang dauerten. Für die meisten war er der beste James Bond aller Zeiten, wenn es auch kritische Stimmen gab. Das Publikum aber hatte er voll auf seiner Seite.

Neben und auch nach James Bond war der gefragte Star in zahlreichen, auch teils sehr anspruchsvollen Rollen zu sehen, die aber meist keine großen Kinohits in finanzieller Hinsicht waren. Doch er etablierte sich, jetzt auch meist ohne Toupet, als Charakterdarsteller.

Späte Jahre

Sean Connery alt

Nach seiner vielbejubelten Rückkehr als James Bond in „Sag niemals nie“ 1983 konnte er in vielen weiteren Produktionen sein Können unter Beweis stellen und war auch oft in Kassenschlagern zu sehen. Darunter der „Name der Rose“ 1986, „Die Unbestechlichen“ 1987 oder der dritte „Indiana Jones“ Film der Reihe 1989.

Einer der größten komerziellen Erfolge seiner späten Jahre wurde der actionreiche „The Rock“ von 1996, der ihm eine Gage von 12 Millionen US Dollar einbrachte.

Seine letzte Filmrolle hatte er 2003 in „Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen“.




Erwähnenswertes und Privates

Seit 2000 trug Sean Connery den Adelstitel „Sir“, nachdem er von Königin Elisabeth II. zum Knight Bachelor geschlagen wurde.

Der überzeugte Schotte setzte sich zeitlebens für seine Heimat ein, sprach auch in seinen Filmen bewußt mit schottischem Akzent. Eine von ihm ins Leben gerufenen Stiftung zugunsten schottischer Künstler und dem Wohlergehen seiner Heimat finanzierte er stets mit großzügigen Spenden, die oftmals die Millionengrenze überschritten. Auch sprach er sich stets für die Unabhängigkeit Schottlands aus.

Die Umwelt war ihm ein goßes Anliegen, so unterstützte er unter anderem Al Gores Klimaprojekt und er war Veganer.

Privatleben

Sean Connery war von 1962 bis 1973 mit der australischen Schauspielerin Diane Cilento verheiratet. Mit ihr hatte er sein einziges Kind, Jason. Angeblich führten tätliche Angriffe sowie zahlreiche Seitensprünge zum Ende der Beziehung. (Quelle: BBC)

Sehr kontrovers diskutiert wurde in diesem Zusammenhang seine zweimalige Aussage, dass es in Ordnung wäre einer Frau eine Ohrfeige zu geben. Er bezog sich dabei darauf, dass sich Frauen bei einer Auseinandersetzung oft nicht mit dem letzten Wort zufriedengeben und immer weiter bohren. Dann würden sie nichts anderes verdienen. Sehr viel später bedauerte er diese Bemerkung und nahm sie zurück.

Seit 1975 bis zu seinem Tod war er in zweiter, kinderloser, Ehe mit der Malerin Micheline Roquebrune verheiratet, die drei Kinder mitbrachte.

Der Hollywood-Lifestyle war ihm zeitlebens verhaßt – er zog es vor in Spanien, Portugal und der Karibik zu leben.

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(Quelle Bilder: krmPRODUCTS, Amazon)