Angela Merkel

Angela Merkel

Angela Merkel wurd am 17. Juli 1954 in Hamburg als Angela Dorothea Kasner geboren (Sternzeichen: Krebs).

Junge Jahre

Die Tochter eines evangelischen Theologen und einer Lehrerin verbrachte ihr Kindheit und Jugend in Berlin-Brandenburg in der ehemaligen DDr. Ende der 1970er Jahre wurde sie Mitglied der SED-Jugendorganisation „Freie Deutsche Jugend“, absolvierte ihr Abitur 1973 und in der Folge ein Studium der Physik. Nach dem Studienabschluss als Diplomphysikerin 1978 war sie Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Zentralinstitut für Physikalische Chemie an der Akademie der Wissenschaften in Berlin, wo sie im Bereich der Quantenchemie forschend tätig war. 1986 wurde sie promoviert.

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1989 trat Angela Merkel in die Partei „Demokratischer Aufbruch“ ein, wo sie 1990 Pressesprecherin wurde. Noch im gleichen Jahr formierte sich die Partei mit der „Deutschen Sozialen Union“ und der „Christlich Demokratischen Union der DDR“ zum Bündnis „Allianz für Deutschland“. Sie übernahm das Amt der stellvertretenden Regierungssprecherin unter Lothar de Maizière und trat in die CDU der DDR ein, die sich wenig später mit der westdeutschen CDU zusammenschloss.

Bei der ersten gesamtdeutschen Bundestagswahl erhielt die Koalition aus CDU/CSU und FDP 53,8 Prozent der Stimmen und Angela Merkel wurde in den Deutschen Bundestag gewählt.

Am 17. Januar 1991 wurde Helmut Kohl zum ersten Bundeskanzler des wiedervereinigten Deutschlands. Er berief Angela Merkel einen Tag später in das Amt der Bundesministerin für Frauen und Jugend. Noch im Dezember des gleichen Jahres wurde sie als Nachfolgerin Lothar de Maizières zur stellvertretenden Parteivorsitzenden gewählt.

Im Juni 1993 wurde sie zur Landesvorsitzenden der CDU in Mecklenburg-Vorpommern gewählt.

Ab Ende 1994 bekleidete sie das Amt der Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. In dieser Funktion trug sie zur Verabschiedung des „Berliner Mandats“ zur Reduzierung von Treibhausgasen bei.

Ende 1998 gewann sie die Wahl zur Generalsekretärin der CDU.

In Folge der CDU-Spendenaffäre 1999, bei der Helmut Kohl vorgeworfen wurde Spendengelder erhalten, aber nicht deklariert zu haben, rief Angela Merkel ihre Parteikollegen in einem offenen Brief dazu auf, sich von ihrem Ehrenvorsitzenden Kohl zu distanzieren.

Die Kanzlerin

Im Jahr 2000 wurde sie zur Vorsitzenden der CDu gewählt, 2002 verzichtete sie zu Gunsten des bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber auf die Kandidatur für das Kanzleramt. Nach dem knappen Wahlsieg der SPD wurde sie mit Stoibers Unterstützung zur Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und damit zur Oppositionsführerin gewählt.

2003 stellte sie sich im Dritten Golfkrieg gegen zahlreiche Parteigenossen an die Seite der USA.

Am 30. Mai 2005 wurde Angela Merkel für die vorgezogenen Neuwahlen zur Kanzlerkandidatin der CDU/CSU nominiert. Sie erreichte ihr Ziel der absoluten Mehrheit nicht, wurde aber nach den Koalitionsverhandlungen mit der SPD am 22. November mit 397 der 611 gültigen Stimmen Bundekanzlerin. Damit war sie die erste deutsche Kanzlerin und darüber hinaus mit 51 Jahren auch die bislang jüngste Amtsinhaberin.

2009 war die SPD so geschwächt, dass die wiedergewählte Union ein Bündnis mit der FDP einging – Angela Merkel blieb Kanzlerin. Sie engagierte sich erfolgreich in der Europapolitik und es gelang ihr, Deutschland relativ unbeschadet durch die Wirtschaftskrise zu führen.

Bei der Bundestagswahl 2013 verlor die Union ihren Koalitionsparter FDP – die Partei schaffte es erstmals nicht in den Bundestag. Nach langwierigen Verhandlungen kam es erneut zur Koatlition mit der SPD – Angela Merkel blieb Kanzlerin.

2018 kam es nach langwierigen Verhandlungen und unter Intervention des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier zu einer Neuauflage der Großen Koalition und wieder blieb Angela Merkel Kanzlerin, allerdings nicht mit überwältigender Zustimmung. Nach großen Verlusten der CDU bei den Landtagswahlen, trat sie das Amt der Bundesvorsitzenden an Annegret Kramp-Karrenbauer ab und verkündete, dass sie ab 2021 nicht mehr als Bundeskanzlerin zur Verfügung stehen würde.

2020 kam es im Rahmen der Corona Krise erstmals in ihrer 15-jährigen Kanzlerschaft zu einer „Rede an die Nation“. Sie warnte vor Leichtigkeit im Umgang mit der Pandemie strahlte aber gleichzeitig auch Zuversicht für die Zeit danach aus.

Angela Merkel wurde vielfach ausgezeichnet. 2012 rangierte sie auf der Forbes-Liste der mächtigsten Menschen der Welt hinter US-Präsident Barack Obama an zweiter Stelle.

Privates

Ehepaar Merkel-Sauer

1977 heiratete Angela Merkel ihren Kommilitonen Ulrich Merkel. 1982 kam es zur Scheidung. Die beiden hatten keine Kinder.

1984 traf sie an der Akademie der Wissenschaften der DDR den Quantenchemiker Joachim Sauer, den sie 1998 heiratete. Er brachte 2 Kinder in die Ehe mit. Angela Merkel blieb kinderlos.

Ihr Privatleben schirmt sie weitgehend ab. Es ist bekannt, dass sie, je nach Jahreszeit, ihre Urlaube mit ihrem Mann in Ischia, Südtirol und in der Schweiz verbringt. Auch gilt sie als Opernliebhaberin und ist regelmäßig Gast bei den Bayreuther Festspielen.

2019 gab ihr Gesundheitszustand Anlaß zu Besorgnis, als sich ein wahrscheinlich ungefährlicher orthostatischer Tremor bei öffentlichen Auftritten bemerkbar machte.

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(Quelle Bilder: krmPRODUCT, Amazon)