Karl Lagerfeld

Karl Lagerfeld

Karl Lagerfeld wurde am 10. September 1933 in Hamburg als Karl Otto Lagerfeldt geboren (Sternzeichen: Jungfrau). Lagerfeld selbst allerdings machte sich gerne jünger und gab in späteren Jahre 1935 als sein Geburtsjahr an. Er starb am 19. Februar 2019 in Neuilly-sur-Seine.

Leben und Karriere

Der Sohn eines wohlhabenden Hamburger Unternehmers, Inhaber der Glücksklee-Milch GmbH, wuchs teils in Hamburg, teils auf dem elterlichen Gut Bissenmoor bei Bad Bramstedt auf. 1953 zog Karl Lagerfeld mit seiner Mutter nach Paris und war dort bald als Illustrator im Modebereich tätig. 1955 gewann er mit einem Wollmantel einen Preis und darüber hinaus eine Stelle als Assistent bei Pierre Balmain, was den Beginn seiner Karriere als Modedesigner einleitete. Von 1958 bis 1963 war er künstlerischer Direktor im Haus Jean Patou, danach bei Chloé und – bis zum heutigen Tag – bei Fendi. Parallel dazu studierte er Kunstgeschichte, schloss das Studium aber nicht ab und war freiberuflich als Designer auch für andere Häuser tätig.

lagerfeld-jung Nach Unstimmigkeiten verließ er Chloé 1978, nachdem er dort mit seiner schwarz-weißen Deco-Kollektion, die Lagerfelds persönliche Leidenschaft für das Art Déco zum Ausdruck brachte, weltweit für großes Aufsehen gesorgt hatte. Von 1992 bis 1997 war er dann nochmals Chefdesigner bei Chloé und wurde dann von Stella McCartney abgelöst.

Seit 1983 drückte er als Erbe von Coco Chanel dem Haus seinen Stempel auf. Ohne die Handschrift Cocos zu verleugnen, gelang es ihm, die Linie moderner und auch für eine junge Klientel interessant zu machen.

Zwischen 1980 und 1984 war er Gastprofessor der Modeklasse an der Universität für angewandte Kunst in Wien.

Ab 1984 gab es zahlreiche Labels mit seinem Namen, an denen er beteiligt war und/oder für die er hauptsächlich Damen- aber auch Herrenmode entworfen hat. 2004 kam Lagerfeld durch seine Zusammenarbeit mit dem schwedischen Billigmode-Konzern Hennes & Mauritz in die Schlagzeilen. Ihm folgten zahlreiche weitere namhafte Designer, die für den Konzern kostengünstige Kollektionen entwarfen.

Privates

Seit dem Aids-Tod seines Partners Jacques de Bascher 1989 lebte Lagerfeld nach eigenen Angaben bevorzugt allein – abgesehen von seiner Katze – und umgab sich gerne mit „Musen“ wie dem Model Inès de la Fressange. Er galt als Entdecker von Claudia Schiffer, die Inès als Muse ablöste. Diesen Status hatten später auch andere Models wie Brad Kroenig, Baptiste Giabiconi, Freja Beha Erichsen, Lara Stone oder Daria Werbowy. Auch die Sängerinnen Beth Ditto und Florence Welch gehören zu diesem Kreis.

Lagerfeld lebte und arbeitete hauptsächlich in Paris, hatte aber auch Wohnungen in Monte Carlo, Rom und New York. Er verfügte über eine umfassende Allgemeinbildung und besaß eine Bibliothek mit über 300.000 Büchern. Seine Leidenschaft für Bücher machten ihn auch zum Inhaber des Pariser Buchladens 7L und mit Gerhard Steidl Mitinhaber des LSD (Lagerfeld-Steidl-Druckerei) Verlags.

Zwischen 2000 und 2001 hat er innerhalb eines Jahres mit Hilfe der 3D-Diät 42kg an Gewicht verloren. Er sagte von sich selbst, dass er gesund lebte, nie Alkohol getrunken und nie geraucht oder Drogen genommen hat und bezeichnete sich als „Tugendpinsel“. Er trank vornehmlich Cola Light, war ein Workoholic und äußerst diszipliniert. Bekannt war er auch für seine Schlagfertigkeit.

Er galt als Ekzentriker, vor allem wegen seines Äußeren. Seine Markenzeichen waren ein weiß gepuderter Pferdeschwanz, eine dunkle Sonnenbrille, Handschuhe und Silberringe. Nach eigener Aussage trug er selbst gerne die Mode von Dior Homme, Raf Simons, Givenchy und Saccai – und natürlich seine eigene, vor allem Mäntel, Jacken und Jeans von Lagerfeld.

Im Februar 2019 wurde er ins Amerikanische Krankenhaus in Neuilly-sur-Seine eingeliefert, wo er einen Tag später vermutlich an Prostatakrebs verstarb.

ZITATE

Selbstgefälligkeit ist die schlimmste Bremse im Leben, die einem passieren kann.
Zwischen mir und dem Rest der Welt steht eine Glaswand.
Wenn mich Deutsche ansprechen, um mir zu erzählen, dass sie auch Deutsche sind, sage ich immer: Da gibt’s 80 Millionen von.
Nur Dummköpfe ändern ihre Meinung nicht.
Wer eine Jogginghose trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren.

 

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(Quelle Bilder: krmPRODUCTS, Amazon)