Wladimir Putin

 

wladimir-putinWladimir Wladimirowitsch Putin wurde am 7. Oktober 1952 in Leningrad in der Sowjetunion geboren (Sternzeichen: Waage).

Der Sohn eines Fabrikarbeiters und überzeugten Kommunisten, dessen beide älteren Brüder noch als Kinder verstarben, wuchs in ärmlichen Verhältnissen im heutigen Sankt Petersburg auf. Er wurde russisch-orthodox erzogen und bekennt sich heute noch zu seinem Glauben.

wladiimir-putin31975 schloss er sein Jurastudiums an der Staatlichen Universtität von Leningrad ab und war anschließend bis 1990 als KGB-Offizier der Ersten Hauptabteilung – Auslandsspionage – tätig. Zwischen 1984 bis 1985 besuchte er die KGB-Hochschule in Moskau, ab 1985 hielt er sich in der DDR, vor allem in Dresden, auf, versuchte vergeblich einen Spionagering aufzubauen und avancierte zunächst zum Major, 1989 zum Oberstleutnant.

Zurück in der UDSSR hatte er ab 1990 eine Beratertätigkeit bei Anatolij Sobtschak, einem Rechtsprofessor und Politiker in Leningrad inne und wurde nach dessen Wahl zum Oberbürgermeister von Sankt Petersburg ein Jahr später Vorsitzender des Städtischen Komitees für Auslandsbeziehungen.

1994 wurde Putin Erster Stellvertreter des Bürgermeisters von Sankt Petersburg.

Nach der Wahlniederlage von Sobtschak engagierte er sich im Wahlkampfstab von Boris Jelzin für dessen Präsidentschaftswahlkampf. 1996 wurde er Stellvertretender Leiter der Geschäftsführung des Präsidenten der Russischen Föderation in Moskau und stieg 1989 zum stellvertretenden Chef der Präsidialverwaltung auf. In dieser Zeit wurde er in  Sankt Petersburg in Wirtschaftswissenschafen promoviert. Laut der Aussage eines US-Ökonomen bestand seine Doktorarbeit im Wesentlichen aus Plagiaten – ein Vorwurf zu dem sich Putin selbst bisher nie geäußert hat.

1998 wurde er zum Direktor des Föderalen Sicherheitsdienstes, des Nachfolgedienstes des KGB ernannt.

Nur wenig mehr als ein Jahr später, am 9. August 1999 ernannte ihn Jelzin als Wunschkandidaten für seine Nachfolge zum Ministerpräsidenten. Am 31. Dezember des gleichen Jahres trat Jelzin überraschend zurück und Putin übernahm die Amtsvollmachten des Präsidenten der Russischen Föderation. Noch am selben Tag gewährte er Jelzin Straffreiheit für vergangene und zukünftige Handlungen – wenige Monate zuvor wurden Ermittlungen westlicher Behörden gegen Jelzin wegen Geldwäscheverdachts publik.

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Anfang 2000 nahm Putin Umbesetzungen im Kreml vor, machte sich gegen die Korruption und machthungrige Oligarchen stark und errang mit seinem scharfen Vorgehen im Tschetschenien-Konflikt große Sympathien im Volk. Am 26. März wurde Wladimir Putin im ersten Wahlgang mit knapp über 50% der Stimmen zum Präsidenten Russlands gewählt.

Im Juni 2000 stellte er die Republik Tschetschenien per Dekret unter die direkte Verwaltung der Regierung der Russischen Föderation. In der Folge des Terroranschlags vom 11. September stellte er sich an die Seite der USA und deren Verbündeter, öffnete den Luftraum für den Afghanistan-Feldzug und erlaubt den Aufbau militärischer Basen in Usbekistan und Tadschikistan.

2002 schloss die Russische Föderation einen Abrüstungsvertrag mit den USA, der bis 2012 eine Reduzierung der Atomwaffen um jeweils zwei Drittel vorsah.

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2004 gewann Putin erneut die Präsidentschaftswahlen, diemal mit 71% der Stimmen. In seiner zweiten Amtszeit besuchte er als erster Präsident in der Geschichte Russlands Israel und er unterzeichnete das Kyoto-Protokoll zum Klimaschutz.

Da eine dritte präsidiale Amtszeit verfassungsmäßig nicht vorgesehen ist, wurde Putin im Mai 2008 von Dimitri Medwedew als russischer Präsidenten abgelöst. Nach der Amtseinführung Medwedews wird auf dessen Vorschlag hin Putin, der auch Vorsitzender der Partei „Einiges Russland“ ist, mit 87,1 Prozent der Abgeordnetenstimmen der Staatsduma zum Ministerpräsidenten gewählt.

2012 kandidierte er, nachdem Medwedew ihn für die Wahl vorgeschlagen hatte, erneut für das Amt des Präsidenten und wurde wieder mit überzeugender Mehrheit von knapp 64% der Stimmen gewählt. Da die Amtszeit des Präsidenten 2010 auf sechs Jahre verlängert wurde, werden erst 2018 Neuwahlen anstehen.

Putin gilt als Verbündeter des syrischen Leaders Baschar al-Assad. Im November 2013 sprach er sich gemeinsam mit Papst Franziskus für eine diplomatische Lösung des Syrienkonflikts aus.

2014 ist Russland Schauplatz der XXII. Olympischen Winterspiele, die in Sotschi stattfanden und deren Erfolg die russischen Medien zu Begeisterungsstürmen veranlassten. Im Westen fiel das den Journalisten ungleich schwerer.

Im März 2014 haben sich die Einwohner der Halbinsel Krim in einem Referendum mit großer Mehrheit für einen Beitritt zu Russland ausgesprochen und wurden von Putin in die Russische Föderation eingegliedert. Bald darauf begannen die Unruhen im Osten der Ukraine, denen zahlreiche Menschen zum Opfer fielen. Die Auseinandersetzunge entstanden in der Folge prorussischer Demonstrationen und gewalttätiger Proteste.

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Gerade Putins Haltung in Bezug auf die Krim- und Ukraine-Krise bringt ihm hohe Sympathiewerte seitens der Bevölkerung und er scheint beliebt wie nie. Kritische Stimme bezeichnen ihn als Kriegstreiber. Auch sein Verhältnis zur Presse wird häufig beanstandet. Dass er die Homosexualität zwar nicht verbietet, wohl aber deren Propaganda untersagt, geht für viele Kritiker zu sehr in die falsche Richtung. Großes Aufsehen erregte 2012 Putins Vorgehen gegen die Punkband Pussy Riot, die wegen ungebührlichen Verhaltens in einer Kirche seiner Meinung nach ein Sakrileg begingen und in der Folge inhaftiert wurden.

ehepaar-putinVon 1983 bis 2014 war Putin mit der ehemaligen Flugbegleiterin Ljudmila Schkrebnewa aus Kaliningrad verheiratet und hat mir ihr zwei Töchter, Maria und Jekaterina, die in Moskau die deutsche Schule besuchten und in Sankt Petersburg studierten. Putins Privatleben wurde stets geheim gehalten und es gab nur wenige gemeinsame Auftritte mit seiner Ehefrau während die Töchter nie öffentlich präsentiert wurden. In der Putin-Biografie „Der Weg zur Macht“ äußerte Ljudmila, dass es keine Liebesheirat gewesen sei. In einem gemeinsamen Interview anläßlich der Bekanntgabe der Trennung im Juni 2013 erklärte sie, dass ihre Ehe daran gescheitert sei, dass sie nicht gern in der Öffentlichkeit stand, der Präsident sagte, dass sie einander kaum sehen würden. Die Scheidung wurde im April 2014 ausgesprochen. Schon seit 2008 kursieren Gerüchte, dass Putin sich von seiner Frau getrennt habe, um die Turnerin Alina Kabajewa zu heiraten. Nach Bekanntgabe der Scheidung, dementierte Putins Pressesprecher alle Gerüchte bezüglich einer geplanten neuerlichen Hochzeit.

Schon seit früher Jugend betrieb der sportlich Putin Judo, ist Träger des Schwarzen Gürtels, boxt, spielt Eishockey und schwimmt. Auch Schifahren gehören zu seinen sportlichen Aktivitäten. Putin spricht Deutsch und Englisch und hat zwei Hunde.

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(Quelle Bilder: krmPRODUCTS, Amazon)

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