Michael Schumacher

michael-schumacherMichael „Schumi“ Schumacher wurde am 3. Januar 1969 in Hürth-Hermülheim in Nordrhein-Westfalen geboren (Sternzeichen: Steinbock).

Sein Vater Rolf Schumacher war Kaminmaurer und später Pächter einer Kartbahn, wo der spätere Autorennfahrer seine ersten Erfahrungen sammelte und bereits mit fünf Jahren seinen ersten Sieg feierte. Sein Bruder Ralf Schumacher fuhr in den Jahren 1997 bis 2006 ebenfalls in der Formel-1. Zwischen 1986 und 1989 absolvierte Michael Schumacher im VW-Autohaus des ehemaligen Rennfahrers Willi Bergmeister eine Ausbildung zum Kfz-Mechaniker.

Den Schritt in die Formel-3 schaffte er unter anderem mit Hilfe seines neuen Managers Willi Weber. 1990 gewann Schumacher die deutsche Meisterschaft und im gleichen Jahr auch das internationale Rennen in Macao. 1991 gelang ihm mit Testfahrten und mit einer Bürgschaft des Mercedes-Konzerns der Einstieg in die Formel-1. Sein Debüt hatte er für Jordan beim Großen Preis von Belgien, bei dem er im Rennen schon nach 500 Metern, an fünfter Stelle, wegen eines Kupplungsschadens ausfiel, aber mit seiner Courage und Geschicklichkeit auch beim Qualifying bewiesen hatte, dass er das Zeug zu einem großen Piloten hatte.

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schumacher2Schon in der nächsten Saison wechselte er zu Benetton, wo er mit dem Benetton-Ford B194 1994 erstmals Weltmeister wurde, mit dem Renault 3.0 V10 holte er den Titel auch ein Jahr später.

Zwischen 1997 und 2006 startete er für Ferrari. Im ersten Jahr nach dem Wechsel, 1997, provozierte Schumacher laut eines FIA-Urteils eine Kollision mit Villeneuve und wurde wegen Unsportlichkeit aus der WM-Wertung ausgeschlossen. 1999 versagten beim Großen Preis von Großbritannien kurz nach dem Start die Bremsen und er fuhr mit 107 km/h in einen Reifenstapel, brach sich den rechten Unterschenkels und musste in der Folge für sechs Rennen aussetzen.

Ab 2000 holte er für Ferrari fünf Mal hintereinander den Weltmeistertitel. In der Saison 2002 musste Teamkollege Barrichello auf Anordnung von Ferrari Schumacher beim Grand Prix von Österreich gewinnen lassen. Schumacher, der diese Entscheidung aus tiefstem Herzen verabscheute, provozierte einen Skandal bei der Siegerehrung, indem er Barrichello auf die oberste Stufe schob und sich vor ihm verneigte. Den sechsten Weltmeistertitel 2003 gewann er trotz Rückstand auf Kimi Räikkönen, der Belastung durch den Krebstod seiner Mutter und zahlreicher Pannen wie einer Erkältung. 2004 siegte Schumacher in 13 von 18 Rennen, wurden zum siebten Mal Weltmeister und Ferrari gewann zum sechsten Mal in Folge die Konstrukteursmeisterschaft.

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2005 erklärte Ferrari-Teamchef Jean Todt der Presse, dass der Entwicklungsvorsprung der anderen Teams zu gross sei, um den Titel zu holen. Diesen errang Fernando Alonso als jüngster Formel-1-Weltmeister der Geschichte.

In der darauf folgenden Saison gab Michael Schumacher am 10. September 2006 in Monza, nach seinem 90. Grand-Prix-Sieg, sein Karriereende bekannt. Er begründete dies mit der Tatsache, dass er nicht davon ausgehen könne, auch in Zukunft genügend Energie und Motivation zu haben, um sein Niveau halten zu können. Auch wolle er seinen Teamkollegen Felipe Massa nicht in seiner Karriere behindern. Er beendete die Saison mit seinem letzten Formel-1-Rennen für Ferrari in São Paulo mit dem vierten Platz.

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Ab Jahresende war er für Ferrari als Talent-Scout für den Kartsport und als Berater im Rennstall tätig, wo er an der Entwicklung der Rennstrategien beteiligt war. Ab 2007 absolvierte er auch Testfahrten. Eine geplante Rückkehr in die Formel 1 nach dem schweren Unfall seines Teamkollegen Felipe Massa scheiterten an einem Motorrad-Unfall im Februar 2009. Ende des Jahres bat Schumacher um Entlassung aus seinem Beratervertrag und verließ Ferrari.

Anfang 2010 kehrte er für Mercedes in die Formel 1 zurück und machte in den folgenden drei Saisonen mehr durch Kollisionen und Strafen der Rennkommissionen als mit Siegen auf sich aufmerksam. Seine beste Gesamtplatzierung in diesen drei Jahren war der achte Rang 2011. Seit 2010 wird er von seiner ehemaligen Pressesprecherin Sabine Kehm gemanagt, während Willi Weber sich vor allem um die Vermarktung kümmert.

2012 kündigte Schumacher seinen Rücktritt als aktiver Rennfahrer an, beendete sein letztes Formel-1-Rennen in Brasilien auf dem siebten Platz und auf dem 13. Platz in der Weltmeisterschaft, die Nico Rosberg für sich gewinnen konnte.

Michael Schumacher startete in der Formel-1 bei insgesamt 307 Großen Preisen und errang 91 Siege, 68 Pole-Positionen und 77 schnellste Rennrunden. Damit und mit den sieben Weltmeistertiteln ist er heute der erfolgreichste Pilot der Formel-1-Geschichte.

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corinna-schumacherMichael Schumacher ist seit 1995 mit der gleichaltrigen Corinna Betsch verheiratet, nachdem er seit 1991 mit ihr liiert war. Corinna Schumacher ist gelernte Bürokauffrau und Europameisterin im Reining-Westernreiten. Die engagierte Tierschützerin betreibt einen Reiterhof und richtet internationale Reitturniere aus. Das Ehepaar hat zwei Kinder und lebte zunächst in Monaco, dann in der Schweiz. Der Grund dafür ist laut Schumacher vor allem, dass er dort eine für ihn angenehme steuerliche Situation aushandeln konnte. Gelegentlich spielt er für den FC Echichen Amateurfußball, fährt Motorrad und betätigt sich auch noch immer als Kartfahrer.

Schumacher ist sozial sehr engagiert, kämpft für ein Leben ohne Alkohol und Drogen, ist auf Benefizveranstaltungen anzutreffen, spendete Anfang 2005 nach der Flutkatastrophe in Indonesien und Thailand 10 Millionen Dollar, setzt sich für die Idee der Organspende ein und wurde von der UNESCO zum Sonderbotschafter für Kinder in Not ernannt.

Am 29. Dezember 2013 erlitt Schumacher beim Skifahren im französischen Méribel einen tragischen Skiunfall. Er prallte mit dem Kopf gegen einen Felsen und erlitt ein Schädel-Hirn-Trauma. Wie mittlerweile bekannt wurde, fuhr er zwar einige Meter neben der markierten Piste, aber nicht mit überhöhter Geschwindigkeit. Er wurde in die Universitätsklinik in Grenoble eingeliefert, wo er mindestens zweimal am Kopf operiert wurde und monatelang im Koma lag, bis er Anfang April aufwachte. Von Mitte Juni bis September 2014 wurde die lange Phase seiner Rehabilitation in der Universitätsklinik in Lausanne eingeleitet, die danach bei ihm zuhause fortgesetzt wurde.

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 (Quelle Bilder: krmPRODUCTS, Amazon)

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